The walking lady / Part three

Projekt: „Architektur und Mensch“
Szenen aus Städten, interessante Bauwerke und Architektur und als Blickfang eine vorübergehende Frau.
Moderne, in Szene gesetzte Streetfotografie.

Fort ist anders als weg …
Sie sind so leer, die Kirchen. Wo sind die Menschen, die Kraft suchen?
Auf Friedhöfen gehen wir langsamer als wir müssen …
Komm zurück, ich brauche Energie …
Einen festen Pfad gehen. Mein Weg bereitet von Menschen, die zu den Siegern gehören. Jedoch bei der ersten Abzweigung werde ich unsicher …
Wie Mahnmale meiner Niederlagen stehen sie da, diese Pfeiler …
Zielstrebig ohne festes Ziel …
Inne halte ich nur um zu staunen …
Abstieg ins ungewisse …

Bewundernswert und traurig

Wir halten gefangen um zu bewundern. Doch ihre Freiheit rauben wir ihnen außerhalb der zoologischen Gärten und Tierparks.

Ja, ich bewundere sie, diese wilden Tiere, die ich ohne Tierparks und zoologischen Gärten nie live zu Gesicht bekommen würde. Und ja, ihr Anblick macht mich auch traurig. 

Wir halten gefangen um zu bewundern. 

Sollten wir ihnen nicht doch lieber die Freiheit lassen?

Welche Freiheit? Etwa der Lebensraum, den wir Tag für Tag weiter zerstören?

Der Konflikt ist vermutlich so alt, wie die zoologischen Gärten und Tierparks selbst ... und ebenso mühselig. Denn der Mensch ändert ja sein Verhalten nicht.

Fakt ist, die Tiere werden bestens betreut und es wird alles getan, um ihnen ein nahezu artgerechtes Leben zu ermöglichen. Von der ärztlichen Versorgung ganz zu schweigen. Die mag sogar besser sein als bei vielen Menschen. Ich spreche hier von den großen Tierparks und nicht von den zahlreichen privaten Personen, die meinen, sich einen Tiger im Garten unter erbärmlichsten Bedingungen halten zu müssen.

Und Fakt ist auch, in einer Welt, die immer mehr durch unser negatives Konsumverhalten verändert wird, werden wir einige Arten bald nur noch in zoologischen Gärten und Tierparks erleben können. 
„Ihr könnt mich alle mal …!“ oder doch nur eine Zufallsgeste?
(Tierpark Nürnberg)
Seine Schnelligkeit darf er leider nie unter Beweis stellen.
(Tierpark Nürnberg)
Coolness am Futterkorb
(Tierpark Nürnberg)
Bei der sich rasant fortschreitenden Erderwärmung finden seine Artgenossen in freier Wildbahn bald auch kein Eis mehr.
(Tierpark Nürnberg)
Manchmal müssen gewisse Dinge und Orte einfach genauer untersucht werden.
(Tierpark Nürnberg)
Alles unter Kontrolle.
(Tierpark Nürnberg)
Weil er Chef ist, lässt er andere für sich arbeiten. So ist das Leben …
(Tierpark Nürnberg)
Einfach nur Stolz
(Tierpark Nürnberg)
Und dann stehst du davor und kannst fast garnicht auf den Auslöser drücken vor Ehrfurcht.
(Tierpark Nürnberg)
Schwergewicht und Ruhepool
(Tierpark Nürnberg)
Zum Nichtstun verdammt. Und nichts tun macht müde.
(Tierpark Nürnberg)
Der Mensch als Spanner passt nicht in ihr Beuteschema.
(Tierpark Nürnberg)
(Tierpark Nürnberg)

Lockdown 2020

Impressionen und Stimmungen vom Schweinfurter Lockdown 2020.
Ausgangsbeschränkung mit Spätfolgen.

Der Lockdown 2020 traf das Land und die Städte unvorbereitet.
Leere Fußgängerzonen, geschlossene Geschäfte und Lokale.
Öffentliches Leben schadet unserer Gesundheit.
2020 geht in die Geschichte ein als das Jahr, an dem es keine Feste und keine Veranstaltungen gab.
Arbeiten ja, Lebensfreude nein.
Spielen verboten. Und zur Sicherheit ein Strafenparagraph.
Für Kinder unbegreiflich.
Vorbeilaufen erlaubt.
Weil auch heute noch kein Ende in Sicht, droht vielen Clubs und Kneipen das Ende.
Urlaub auf Balkonien muss heuer genügen. Der Bürger, der sich jedes Jahr einen Urlaub gönnt, geht in die Arbeitslosigkeit. Die Fluggesellschaft wird gerettet.
Die wenigen Züge, die noch gefahren sind, blieben leer.
Glauben ja, Gottesdienst nein oder per Video.
Auch geweihtes Wasser wurde keine Schutzfunktion zugetraut.
Ach ja, applaudiert wurde auch. Sogar im Bundestag.
Lockdown mit Spätfolgen. Alles Kollateralschäden?

Einverständniserklärung aus Stoff

Beitrag über das Desaster mit den Schutzmasken.

Zuerst von "führenden" Experten und Politikern als sinnlos und sogar gefährlich eingestuft. Dann belächelt aber akzeptiert und nun sogar Pflicht. 

Das mit der Pflicht hat für die Pandemie Zeitrechnung etwas gedauert. Auch heute noch gibt es auf dem Markt nicht genügend Masken für über 80 Millionen Bürger. 

Erst als klar war, dass sich der Bürger notfalls selbst an die Nähmaschine setzt, wurde die Maskenpflicht beschlossen. 

Umstritten bleibt sie dennoch. Sicherheit wird suggeriert.
Wer Maske trägt, hält sich nicht nur an die derzeit geltenden Regeln, er zeigt auch öffentlich: "Ich mache mit, ich nehme das Virus ernst!"
Was in Zeiten einer Pandemie eigentlich selbstverständlich zur Verfügung stehen sollte, hat sich nun zum Luxusartikel gemausert. Die Preise längst inflationär.
Schlechte Zeiten für Verweigerer und Kritiker. Gegenseitige Beschimpfungen und Beleidigungen über die Medien und Social Media. 

Längst geht es nicht mehr darum, ob sie sinnvoll oder sinnlos ist, ob harmlos oder gefährlich, schützend oder naiv. 

Sie ist auch eine Einverständniserklärung aus Stoff.

Von Ausgangsbeschränkung und Homeoffice

Sind Homeofficer Systemrelevant?

Der tägliche Blick auf die Statistik zeigt mir, es wird nicht besser.
Wer nicht raus darf, muss zusehen, dass er drinnen zurecht kommt. 
Klingt einfach, ist es aber nicht.
Moment mal! Raus dürfen wir ja noch, nur nicht so, wie wir es seit Jahrzehnten gewohnt sind. Am besten alleine, maximal zu zweit. Zu dritt geht gar nicht und Gruppenbildungen sind sogar verboten. Und auch nicht zu weit raus sollen wir. Durchs Land reisen? Vergiss es! Es drohen saftige Strafen und oder zumindest Fingerdeut und Verachtung.
Aber das Volk ist ja brav, macht mit, verkriecht sich. Nimmt es mit Humor, zumindest diejenigen, die sich den leisten können.
Wer hätte das gedacht? Ein ganzes, freiheitsliebendes Volk bleibt beinahe freiwillig Zuhause. Was unsere Eltern in unseren Jugendjahren nie geschafft haben, erledigt jetzt eine unsichtbare Gefahr.

Ein paar Tage mag das ja gut gehen. Zu tun hat jeder etwas, bisschen rumwerkeln oder die neue Couch ausgiebig testen. Wieder mal ein Buch lesen vielleicht oder ein Netfix-Serien-Marathon? Das Buch wird wohl weiterhin im Regal verstauben. 

Den Schülern freut's, Sommerferien ohne Sommer. Das kann man mal eines Tages seinen Enkeln erzählen. Die Kindergartenkinder finden das weniger lustig. Sie haben Hausarrest obwohl sie gar nichts angestellt haben. Und still sein müssen sie auch noch, weil Papa plötzlich von Zuhause aus arbeitet. Homeoffice. Laptop, Handy und Kaffeetasse. Schon ist der Arbeitsplatz perfekt. Geht natürlich nur, wenn man einen furchtbar wichtigen Job hat. 

Den Rest trifft es da schon härter, sie sind auf Kurzarbeit oder haben ihren Job schon verloren. Andere wiederum müssen mit unmenschlichen Arbeitszeiten das Land aufrecht erhalten. Systemrelevant. Anstelle von Anerkennung gibt es ein bürokratisches Wortgeschwulst. 

Das sind übrigens die Berufe, vor die uns unsere Eltern immer gewarnt haben. Und diese Warnungen geben wir natürlich an unseren hochbegabten Nachwuchs weiter. Wer will schon freiwillig an der Supermarktkasse sitzen oder pflegebedürftige den Hintern abwischen? Von der Müllabfuhr reden wir erst gar nicht. Abiturlose Handlanger, da kommste zu nix. 

Und jetzt? Jetzt bekommen die Systemrelevanten vom Bundestag sogar den längst verdienten Applaus. Also doch eine Anerkennung, wenn auch von den selben Politikern, die sich mit dem Mindestlohn schon immer sehr schwer getan haben.

Schräge Zeiten. 
 
Also machen wir Homeoffice. Mit der Technik kein Problem. Aber die Sinnsuche wird wohl erfolglos bleiben.