Blick aus dem Fenster

 Blick aus dem Fenster
  
 Stumpfes Glas und dicker Staub erschwert die Sicht.
 Das wahre Leben erscheint unwirklich.
 Was wir nicht sehen, existiert nicht.
  
 In dunklen Räumen verkümmert jede Hoffnung.
 Auf der anderen Seite das Leben.
  
 Der Blick nach draußen ist nur der Anfang.
 Erst eine Tür zu öffnen bedeutet Freiheit. 

Sonne war gestern

So wie es mal war, wird es nie mehr.

Diese Erfahrungen machen wir alle und diese Gesetzmäßigkeit des Lebens hat durchaus etwas Grausames inne.

So vieles verlieren wir, was nie wieder kehrt. Unsere Jugend, unseren Mut, unsere Gesundheit oder den Job mit der einhergehenden Sicherheit.
Der größte Verlust ist der eines geliebten Menschen und andere wiederum verlieren einfach nur das Glück.

Sonne war gestern
Leben war gestern,
Glück war gestern.

Einmal diese Erfahrung gemacht, müssen wir damit zurechtkommen. Sie beschäftigt uns unaufhörlich, wirft uns zurück oder entzieht uns den Boden unter den Füßen.

Zu schätzen wissen wir das Verlorene immer erst dann, wenn es unwiederbringlich ist.

Aufgrund unserer Erfahrungen hadern wir mit unserem Schicksal und verfluchen innerlich unsere Fehler. Wir wünschen uns die Zeit zurück, um es besser zu machen. Dabei wissen wir genau, die Fehler von damals würden wir wieder begehen.

Das tun wir, weil wir so sind, wie wir sind.

Und heute?

Nie waren unsere Voraussetzungen zum Glück besser und nie war unsere Gesellschaft Glücksunfähiger. Trotz besserer Konditionen und einer Fülle an Möglichkeiten vergeuden wir beinahe täglich unsere Chancen. Denn wir haben heute vielleicht etwas mehr Geld, aber weniger Mut als damals, um etwas Verrücktes damit anzustellen. Wir haben mehr Sicherheiten und doch sind wir so sehr gepolstert, dass wir uns kaum bewegen können. Und unser Internetwissen macht uns zu Hypochondern. Täglich erwarten wir Katastrophen, die uns vermutlich nie erreichen.

All das hemmt uns in unserer Bewegungsfreiheit und wir begehen erneute Fehler.

Darum werden wir auch übermorgen sagen:

Sonne war gestern