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Schönheit im Verborgenen

Über unerkannte Schönheiten.

Schönheit im Verborgenen

Du bist schön.
Ja, du.

Du zweifelst.
Wem nütze ich,
fragst du,
kein Wert ohne Bewunderer.

Steh verborgen
am Straßenrand,
bin verloren
für die Welt.

Doch, rufe ich,
du bist schön.
Es ist wahr.

Denn Schönheit
unter vielen,
entwertet sich selbst.

Der aber
der dich entdeckt,
ist ein König
des Augenblicks.

Dein Glanz,
dein Pracht,
nur für ihn allein.

Blick in den Spiegel

Da ist sie wieder, diese Person im Spiegel, mit der an Wahrheit grenzenden Ähnlichkeit.

Da ist sie wieder, diese Person im Spiegel.
Mit einer an Wahrheit grenzenden Ähnlichkeit.

Wir lächeln uns zu, aber wer lächelt zuerst?
Und wenn ich spreche, höre ich nur mich.

Ihre Stimme kenne ich nicht,
zu gerne würde ich ihr lauschen.
Schweigend bewegt sie ihren Mund.

Wie ein kleines Kind äfft sie jede meiner Bewegungen nach.
Und dass sie auch noch den gleichen Mantel trägt,
grenzt schon an Frechheit.
Zum Glück steht er mir besser.

Tut sie nur so, als würde sie mich kennen
oder warum ist sie im gleichen Moment traurig?

Ich gebe zu, es gibt Tage, da wünschte ich, ich wäre sie.
Sie muss ja nur abwarten, was ich tue. Die Entscheidungen
überlässt sie mir.

Wenn ich es mir recht überlege,
macht sie es sich sogar ziemlich einfach.
Eine echte Hilfe ist sie jedenfalls nicht.

Wir kenn uns nun schon seit ich denken kann.
Ein Leben ohne sie gibt es nicht.
Und wenn ich sie sehe, gibt es auch mich.
So viel steht fest.

Darum ist es gut, dass sie da ist,
diese Person im Spiegel.
Mit der an Wahrheit grenzenden Ähnlichkeit.
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